Saturday, 14 September 2013

Im Wald



tief in dunkler waldesnacht
zog es mich zum monde hin
und des stromes magisch fliessen
täubte mir so manchen sinn

waer da nicht die flut gewesen
warnung weckruf hilfeschrei
all der arm' verlor'nen seelen
die entwurzelt, doch nicht frei



wohin, wenn grenzen drohend schließen?
wozu, wenn hoffnung untergeht?
weshalb, wenn schatten auf der seele?
no erklaerung fuer dich geht?



seid ihr sicher in den mauern?
eurer flucht in macht und rausch?
oder seid ihr zu bedauern?
war er fair, der grosse tausch?



ist das spiel oder nur wahnsinn?
todestakt und schrei erstickt
im akkord in richtung hoelle
kann dass ihr es nur nicht blickt?



schmeckt's euch, satansbraten, -keule?
was einst leben, heilig, war
o, wie tief seid ihr gesunken
zaehlt jetzt nur, was habt in bar?



oder fuehlt ihr pochend klagen?
zwarte, schwaches herz in brust?
verharrt und wacht, bevor sie fragen
kinder, voller lebenslust



was ist uebrig fuer die kleinen
kinderschar von gott gesandt
seid ihr wirklich so im reinen
mit der welt und dem verstand?



der euch pries den fortschritt, raffen,
kaufen, shoppen fuer's plaisier
macht ihr euch doch selbst den affen
fragt das kind, wo leben wir?



genfood, klone, neue waffen
wisst ihr denn, wie krank ihr seid?
dafuer fehlen uns die worte
es ist zu spaet, ihr tut uns leid

und die mutter aller wesen
baeumt sich auf im fieberkrampf
hofft darauf, dass ihr genesen
aufwacht aus dem todeskampf



eurer aengste, eurer luegen
die zu gar nix nuetze sind
die nur wieder uns betruegen
glaubt's nur: wir, zu klein, bestimmt



(cave, das war sarkasmus)

als ob eure greisen zellen
noch was taugten, voller muell
euren lebensstil, den schnellen
erstickt doch nur der overkill



der in form von leeren kassen
polsprung, offline, pleite gar
euch mag schuetzen vor dem gaffen
einer traur'gen kinderschar





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